
Ein Hilfstransport mit mehr als zehn Tonnen Spenden aus Mülheim ist Anfang Dezember in der ukrainischen Stadt Ivano Frankivsk angekommen. Mehr als 1.000 Päckchen mit Lebensmitteln, Kleidung, Spielzeug und kleinen Geschenken sollen nach Angaben der Organisatoren an Waisenhäuser, an Familien von Binnenvertriebenen und an eine Altenpension verteilt werden. Medizinische Materialien und Hygieneprodukte werden demnach im zentralen städtischen Klinikum eingesetzt.
Verteilung vor Ort und Dank des Bürgermeisters
Die Lieferung mit den sogenannten Schuhkartons voller Hoffnung wurde im Rahmen einer Präsidiumssitzung der Europapreisträgerstädte in Ivano Frankivsk offiziell gewürdigt. Bürgermeister Ruslan Martsinkiv bedankte sich nach Angaben der Initiatoren ausdrücklich für die Unterstützung und hob hervor, wie wichtig diese Hilfe in der anhaltenden Krise für die Menschen in seiner Stadt sei.
Wer die Aktion trug
Die Aktion wurde nach Angaben der Initiative Tschernobyl Kinder e.V. von zahlreichen privaten Spenderinnen und Spendern sowie von Institutionen aus der Region getragen. Neben Familien beteiligten sich demnach Schulen und Kindergärten aus Essen, Oberhausen, Bochum, Gelsenkirchen und Duisburg. Medizinisches Material stammte vom Evangelischen Krankenhaus Mülheim, Bettdecken vom Mülheimer St. Marien Hospital, Reha Geräte von der Traugott Weise Schule Essen und IT Spenden kamen unter anderem von DUISentrieb, Offene Werkstatt e.V., NIENHOF e.V. Gelsenkirchen sowie Labdoo.org.
Weitere Unterstützer waren laut Presseunterlagen die Sparkasse Mülheim, Elektro Rainer Drengenburg und Repro Schöneberg. Die Initiative Tschernobyl Kinder e.V. selbst stellte Rehaartikel, Winterkleidung sowie Sport und Spielgeräte bereit. Die Spedition VELOT Transporte GmbH & Co. KG stellte einen Lkw Trailer zur Verfügung, die DEKRA Akademie GmbH Duisburg organisierte die Zugmaschine.
Abfahrt, Route und logistischer Einsatz
Der Transport war am 5. Dezember 2025 von Mülheim aus gestartet. Zuvor wurde der Lkw Trailer mit tatkräftiger Hilfe der Feuerwehr Mülheim und Mitgliedern der Initiative Tschernobyl Kinder e.V. beladen. Der Konvoi fuhr zunächst nach Opole in Polen und setzte von dort die Fahrt nach Ivano Frankivsk fort. Die Fahrer Norbert Todt und Bert Abel setzten die Reise nach Angaben der Organisatoren mit persönlichem Engagement fort.
Oberbürgermeister Marc Buchholz, Bürgermeisterin Alexandra Hanf und weitere Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Mülheim verabschiedeten den Transport an der Feuerwache. Buchholz wurde mit den Worten zitiert, die Aktion zeige, wie viel Mitgefühl und Zusammenhalt in der Stadtgemeinschaft stecke. Jürgen Skotschke, Vorsitzender der Initiative Tschernobyl Kinder e.V., betonte die große Unterstützung und die Hoffnung, die die Hilfslieferung für die Menschen in Ivano Frankivsk bedeute.
Hintergrund der Verbindung
Mülheim an der Ruhr und Ivano Frankivsk stehen über eine gemeinsame Partnerschaft mit der polnischen Stadt Opole in Verbindung. Wegen blockierter Transportwege über Belarus richtete sich die diesjährige Weihnachtsaktion erneut gezielt an die ukrainische Partnerstadt, um Familien und insbesondere Kindern in der Region Unterstützung zukommen zu lassen.
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